Ortsverband

Grundlage der politischen Arbeit einer Partei auf  Ortsebene  ist der Ortsverband. Dieser prägt das Klima und den Geist der politischen Arbeit der dem Verband angehörigen Mitglieder auf Ortsebene.

Vielfach ist in der politischen Wirklichkeit die Tatsache anzutreffen, dass parteipolitische Dogmen, Haltungen und Strategien „übergeordneter“ Parteigremien auf Landes- und Bundesebene die politische Arbeit von Parteien auf Ortsebene prägen. Oft geschieht das in einer Weise, dass das Dogma die Parteiarbeit vor Ort mehr prägt, als die Notwendigkeit konkreter Problemlösungen im Interesse der örtlichen Bürgerschaft.

Dies wird vielfach kritisiert. Die Kritik ist auch zutreffend und sie ist der Nährboden für Bürgerinitiativen, die damit Werbung für sich betreiben. Parteiunabhängigkeit als Markenzeichen sozusagen. Dieses Marketinginstrument wirkt, was wir landauf und landab deutlich sehen. Weniger deutlich wird dagegen wahrgenommen, dass auch Bürgerinitiativen in der politischen Wirklichkeit, haben sie sich erst einmal etabliert, ganz schnell zu den üblichen Strukturen finden, die wir von Parteien kennen.

Sie haben jedoch einen gravierenden Nachteil. In einer Stadt und auch noch in einem Kreis lassen sich Bürgerinitiativen in die „Regierungs“-Arbeit integrieren. In Bund und Ländern ist das nicht der Fall. Dort wird aber auch und vor allem Politik gemacht, die uns in den Kommunen unmittelbar betrifft. Bürgerinitiativen haben auf die verantwortlichen Politiker dort überhaupt keinen Zugriff.

Sie können also nur deshalb existieren, weil es politische Parteien gibt, die die „Rest“-Arbeit machen, die mehr als manchmal deutlich unattraktiv ist, meistens aber gemacht werden muß.

Dies ist keine Rechtfertigung für bürgerferne Parteipolitik vor Ort. Gerade die sogenannten etablierten Parteien haben in dieser Hinsicht deutlichen Reformbedarf. Bürgerinitiativen können diesbezüglich stimulierend wirken. Das ist keine Frage.

Wir, die FDP Gronau, fühlen uns von der in weiten Bereichen berechtigten Kritik der Bürgerinitiativen jedoch nicht betroffen.

Die FDP Gronau hat  immer Wert darauf gelegt, eine eigenständige freiheitlich ausgerichtete Politik für unsere Stadt zu machen. Darin lassen wir uns von keiner Bürgerinitiative übertreffen.

Manches ist hier konkreter als in Land und Bund. Hier haben wir den direkten Kontakt zu Bürgerinnen und Bürgern, die uns stets ganz schnell darauf aufmerksam machen, wenn unsere Politik ins Leere zu laufen droht, weil sie zu weit entfernt ist von den Bedürfnissen der Menschen, für die sie gemacht werden sollte.

Der Ortsverband Gronau hat sich auch nie gescheut – manchmal sogar mit drastischen Worten – deutlich zu machen, wenn er anderer Auffassung war, als die „Mutter“-Partei FDP in Land oder Bund. Das erkennen Sie schon an dem Freiheitsbegriff, den wir unserem Wirken zugrunde legen. Wir fassen Freiheit des Einzelnen nicht als das Recht auf schrankenlose Selbstverwirklichung auf. Die Freiheit der Menschen endet stets dort, wo die Freiheit der anderen beginnt. Das ist kein neoliberales Gedankengut, keine Hinwendung zu einem ausschließlich individualistischen Freiheitsbegriff, sondern das Gegenteil dessen.  Sehen Sie dazu auf unserer Seite „Grundsätze“ nach.

Wir sind in einer ständigen Distanz und kritischen Diskussion zu und mit unserer eigenen Partei, wobei wir dies als konstruktiv-kritischen Dialog verstehen. Noch immer ist nämlich die FDP als Partei der gelebten Freiheit unverzichtbar. Wir wollen sie verbessern und nicht zerstören.

Sie werden auf diesen Seiten die Grundsätze unserer Arbeit kennen lernen und sie werden erkennen, wie sich das in der praktischen politischen Arbeit vor Ort verwirklicht hat.

Die FDP in Gronau nimmt für sich ganz klar in Anspruch, immer die  „Protest“-Partei im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger gewesen zu sein und noch zu sein, wenn es um berechtigte Bürgeranliegen geht. Wir haben uns nie davor gescheut, dafür von unseren politischen Mitbewerbern und von der Verwaltung gerügt zu werden. Wir sind wie Sie. Wir sind Bürgervertreter und das vergessen wir niemals.

Schreibe einen Kommentar